Schienenersatzverkehr zwischen Engstingen und Gammertingen
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Die Zukunft des Schienenverkehrs fest im Blick

MdL Thomas Poreski zu Besuch bei der Schwäbischen Alb-Bahn

Pressemitteilung Nr. 26/2020 vom 14.12.2020

Die Zukunft des Schienenverkehrs fest im Blick

Reaktivierungsstudie des Landes, Regionalstadtbahn Neckar-Alb und Wasserstoffantrieb waren spannende Gesprächsthemen

Münsingen. Passend zum aktuellen landespolitischen Geschehen in Sachen Schienenverkehr fand kürzlich ein Informationsbesuch des Landtagsabgeordneten Thomas Poreski bei der Schwäbischen Alb-Bahn statt. Ob die kürzlich veröffentlichte Landesstudie zur Reaktivierung von ehemaligen Bahnstrecken und deren mögliche Auswirkungen auf das Reutlinger Regionalstadtbahnprojekt, ob alternative Antriebstechnologien oder aktuelle Entwicklungen bei der Schwäbischen Alb-Bahn: Es gab mehr als genügend Gesprächsstoff für den zweistündigen Besuch im Münsinger Bahnhof. 

Seit dem Jahr 2011 vertritt Thomas Poreski für Bündnis 90/Die Grünen den Wahlkreis Reutlingen im Stuttgarter Landtag. Gleichzeitig betreut er den Wahlkreis Hechingen-Münsingen. Für diesen Wahlkreis kandidiert im kommenden Jahr Cindy Holmberg, die ihn beim Informationsbesuch begleitete.   

„Im Leben und in der Politik ist es entscheidend, nicht nur den richtigen Moment zu erkennen, sondern diesen auch zu nutzen. Dies hat Bernd-Matthias Weckler mit der Schwäbischen Alb-Bahn in der Vergangenheit wiederholt erfolgreich unter Beweis gestellt“, verband Thomas Poreski das Lob für die Entwicklung des regionalen Eisenbahnverkehrsunternehmens mit dem dringenden Appell, den aktuellen Rückenwind für den Schienenpersonenverkehr im Land für konkrete Schritte zur Realisierung der Reutlinger Regionalstadtbahn bis Engstingen kraftvoll zu nutzen.

Einig waren sich die Beteiligten, dass die am 3. November vom Ministerium für Verkehr veröffentlichte Studie zur Reaktivierung ehemaliger Eisenbahnlinien im Land Baden-Württemberg einen Meilenstein für die weitere Umsetzung der Verkehrswende und die Stärkung des Schienenverkehrs im Land darstellt. Dass man im Ministerium mit der Studie nicht nur die Potentiale der einzelnen Strecken betrachtet, sondern zeitgleich auch ganz konkrete Förderungsmöglichkeiten für nötige Machbarkeitsstudien, Wiederaufbau und den späteren Betrieb mitgeliefert habe, lobten Poreski und Weckler unisono.

„Es verwundert uns kaum, dass die Strecke Reutlingen-Honau-Engstingen bei der Potentialbetrachtung unter allen 42 betrachteten Strecken im Land mit fast 6000 Fahrgästen täglich auf dem ersten Platz gelandet ist“, so Weckler, der darauf baut, dass mit der Studie „Ein weiteres Stück Schub und die Einigkeit der Politik vor Ort erzeugt wird, damit wir mit der Entwicklung des ÖV auf dieser Achse nochmal ein gutes Stück weiterkommen“. Die Anbindung Engstingens ins Tal hinunter, sei für die Schwäbische Alb-Bahn, deren Strecke als Zubringer zur Bahn nach Reutlingen ideale Voraussetzungen biete, von herausragender Bedeutung.

Ergänzend dazu sei der touristische Aspekt nicht zu vernachlässigen. „Wir sind überzeugt davon, dass sich die Deckung der täglichen Verkehrsbedürfnisse durch ein modernes Schienenverkehrsmittel wie der Stadtbahn, sowohl technisch als auch betrieblich mit dem Gedanken verbinden lässt, sonntags einen touristischen Betrieb mit der historischen Dampflok „Paula“ der Zahnradbahnfreunde zwischen Honau und Lichtenstein einzurichten. Hierzu sei es zeitnah notwendig, dass alle beteiligten Fachleute, Gruppierungen, Stadtbahnzweckverband und die politisch Verantwortlichen in den an der künftigen Strecke liegenden Gebietskörperschaften zusammenkommen und die verschiedenen, bisher diskutierten „Puzzle-Teile“ aus Stadtbahn- und Innenstadtstrecken, Straßen-Albaufstieg und Museumsbetrieb auf der Zahnradbahn zu einem „Gesamtkunstwerk“ mit entsprechenden Prioritäten zusammenfügten, das man anschließend gemeinsam forcieren könne.    

Der Blick in die Zukunft galt aber nicht nur der Stadtbahn: So berichtete Weckler über die derzeit entstehende Mitarbeit der SAB bei der „Wasserstoff-Modellregion Landkreis Reutlingen“. Neben weiteren acht Regionen unterstützt das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur auch den Landkreis Reutlingen bei der Entwicklung eines passgenauen Wasserstoffkonzepts und der Herausbildung eines Akteursnetzwerks vor Ort. „Hier wollen wir als Verkehrsunternehmen aktiv mit dabei sein“, unterstrich Weckler die Bedeutung der Wasserstofftechnologie auch für den Zugverkehr der Zukunft. „Dieselfahrzeuge sind nicht ohne Emissionen zu betreiben. Gleichzeitig sind den Nachrüstmöglichkeiten an den derzeit eingesetzten Schienenfahrzeugen technisch enge Grenzen gesetzt. Selbst wenn die Abgasbelastung wie in unserem Fall verhältnismäßig gering ausfällt, sehen wir uns einer erheblich verminderten Akzeptanz des Dieselbetriebes durch die Bevölkerung gegenüber“. Eine Elektrifizierung der 63 Kilometer langen Strecke Gammertingen-Schelklingen mit Fahrleitung sei jedoch selbst unter Einbeziehung aller Entwicklungspotentiale auf die nächsten 60 Jahre wirtschaftlich nicht darstellbar. „Diese Ausgangslage bedingt die Konzentration auf eine Elektrifizierung des Betriebs durch Akkumulatoren-Fahrzeuge oder eben auf die Technologie des Wasserstoffantriebes. Spannend ist sicherlich beides“, so Weckler.         

Weitere Themen waren das moderne Fahrgastinformationssystem, mit dem gerade alle Triebwagen der SAB ausgestattet werden, oder auch die Busflotte der SAB, für die der zweite Geschäftsführer der SAB, Volker Kosko, verantwortlich zeichnet. Mit ihren Bussen ist die Schwäbische Alb-Bahn in der Lage, nicht nur kurzfristig einen eigenen Busnotverkehr oder Schienenersatzverkehr zu organisieren, sondern auch attraktive Angebote im Charter- und Gelegenheitsverkehr zu machen. Nach einem fast schon obligatorischen Werkstattrundgang folgte zum Abschluss des Abgeordneten-Besuchs die Präsentation des neu gestalteten Omnibusses, der einen Triebwagen auf den Seiten trägt. „Wie eng die Verknüpfung und das Hand-in-Hand Arbeiten zwischen den Unternehmensbereichen Schienen- und Straßenverkehr bei der SAB funktioniert, drückt sich nicht zuletzt über die Idee zur Gestaltung dieses „Triebwagen-Gelenkbusses“ aus, die uns viele begeisterte Rückmeldungen aus der Szene der Bus- und Eisenbahnfreunde in ganz Deutschland, aber auch von den Fahrgästen auf der Alb gebracht hat“, freut sich Kosko.

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